Nackenschmerzen trotz Nackenkissen – Nicht immer ist das Schlafkissen schuld

Statistiken zufolge waren über 50 % der Deutschen in ihrem Leben schon einmal mit Nackenschmerzen konfrontiert. In den allermeisten Fällen waren diese Nackenprobleme dabei nur von temporärer Natur. Glücklicherweise steckt hinter Nackenschmerzen oft keine ernsthafte Erkrankung und die Schmerzen sind nicht selten so schnell wieder verschwunden wie sie auch gekommen waren.

Neben diesen „einfachen“ Fällen gibt es jedoch auch viele Menschen, die von schwerwiegenderen Nackenproblemen geplagt werden. In solchen Fällen sind die Schmerzen über einen längeren Zeitraum vorhanden – manchmal sogar über Monate bzw. Jahre.

Von ihren andauernden Schmerzen gepeinigt, tendiert die Schlafqualität bei diesen „schweren“ Fällen meistens irgendwann gegen Null und spätestens dann wird sich auf die Suche nach der Ursache der Nackenprobleme begeben.

Früher oder später landen die Betroffenen bei dieser Ursachenforschung zwangsweise auch bei ihrer Schlafstätte bzw. genauer ihrem Kopfkissen.

Das falsche Kopfkissen als Ursache für Nackenprobleme

Man kann behaupten, dass im Prinzip alle Menschen, die unter länger andauernden Nackenschmerzen leiden, irgendwann einmal glauben, den Schuldigen für ihre Schmerzen in Form ihres Schlafkissens ausgemacht zu haben.

Nicht selten ist diese Vermutung auch korrekt, denn viele Nackenprobleme basieren darauf, dass die Betroffenen auf ungeeigneten Matratzen und Kissen schlafen und ihren Nacken damit unnötig strapazieren.

In solchen Fällen kann der Austausch von Matratze oder Kopfkissen schon wahre Wunder wirken. Die Voraussetzung ist allerdings, dass nicht einfach nur alt gegen neu getauscht wird.

Nur mit einem wirklich individuell passenden Schlafkissen können Nackenschmerzen, die durch eine ungeeignete Schlafstätte hervorgerufen werden, zuverlässig und vor allem auch dauerhaft bekämpft werden.

Um das richtige Kopfkissen zu finden ist es dabei entscheidend zu wissen, welcher Schlafpositionstyp man ist. Erst dann kann die Auswahl eines geeigneten Schlafkissens auch gelingen.

Warum ein Nackenkissen allein manchmal nicht des Rätsels Lösung ist

Wenn ein falsches Kissen die Ursache der Nackenprobleme darstellt und dieses gegen ein neues, passendes getauscht wird, dann dauert es meistens auch nicht lange, bis eine Linderung der Beschwerden eintritt.

Manchmal bleibt die erwartete Besserung jedoch aus. Oder aber die Nackenschmerzen werden besser, verschwinden allerdings trotz neuem Nackenkissen nicht komplett. Viele Betroffene sind dann enttäuscht und suchen auch hier wieder die Schuld beim Kopfkissen.

Doch spätestens wenn das eine oder andere Nackenkissen durchprobiert wurde – und das ist manchmal leider nötig, denn die Schlafgewohnheiten und die Anatomie des Körpers ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – sollte daran gedacht werden, dass auch ein gutes Nackenkissen kein Allheilmittel sein kann.

Hier gilt es nämlich zu bedenken, dass der Mensch zwar knapp ein Drittel seines Tages schlafend im Bett verbringt, die anderen zwei Drittel jedoch nicht. Und so kann es also durchaus sein, dass die Nackenprobleme nicht während des Schlafens verursacht werden, sondern durch Fehlbelastungen während des Tages. Ein klassisches Beispiel dafür wäre eine Fehlhaltung während der mehrstündigen Arbeit am PC im Büro.

In einem solchen Fall kann selbst das beste Nackenkissen die Schmerzen höchstens etwas lindern und dafür Sorge tragen, dass sich die Nackenprobleme während der Nacht nicht noch verschlimmern.